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FÜR UNSERE KRITIKER: |
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Unseren Kritikern sei gesagt...
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Alle besonderen "Feuerwehrfreunde" sollen nicht vergessen, dass in Bayern weniger als 5% der Bevölkerung Dienst für den Nächsten bei der Feuerwehr leisten. Diese freiwillige und ehrenamtliche Tätigkeit ist auch nicht ungefährlich, was man aus den landesweiten Statistiken ablesen kann. Auch Todefälle kommen - Gott sei Dank nur selten - vor. Verletzungen kann man nur durch Vorsicht und gute Ausrüstung weitgehend vermeiden.
Ich frage Sie: Was ist einfacher?
Morgens um halb zwei im Bett zu liegen und es sich gutgehen lassen, oder innerhalb von 5 Minuten zu einem schweren Verkehrsunfall mit Todesfolge oder einem Zimmerbrand mit Menschenrettung auszurücken? (Die Bilder von wimmernden Schwerverletzten oder entstellten Leichen und deren Rettung bzw. Bergung sind für die meisten Einsatzkräfte übrigens nicht gerade leicht zu verarbeiten und brauchen dazu ihre Zeit.)
Am nächsten Morgen kann man dann fast mit Sicherheit die eine oder andere Stimme vernehmen, die da z.B. lauten kann: "Dieser Saufverein ist wieder mitten in der Nacht mit Sirene ausgerückt, des senn ja lauter Damische!” Auch findet man findet man oft schaulustige Gaffer, die glauben durch ihr "Experten"-Wissen(?) den Einsatzkräften noch den einen oder anderen "guten" Rat(?) geben zu müssen. Mir ist da z.B. noch der Vorwurf eines Haus- eigentümers im Ohr, der während der Brandbekämpfung (eines sich ausbreitenden Zimmervollbrandes unter schwerem Atemschutz) ständig forderte, man solle doch nun endlich den gewünschten Schaumteppich legen. Das wir diesen Wunsch leider nicht erfüllen konnten, ist jedem klar, der sich in Löschtechnik auch nur etwas auskennt.
Das Treiben der Sensationssüchtigen und Gaffer geht sogar soweit, das diese von Schwerverletzten auf dem Weg in den Rettungshubschrauber noch kurz die Decke anheben, um zu sehen, wer es ist. In Bayern werden dafür auch Bussgelder bis EURO 10 000,00 ausgesprochen, sicher eine gute Erstmaßnahme!
Anmerkung: Etwa 60 000 Menschen sterben jährlich aufgrund von Behinderungen der Rettungskräfte am Einsatzort durch Schaulustige, oder wegen Fehlverhalten der anderen Verkehrsteilnehmer während der Anfahrt zur Einsatzstelle:
- keine Rettungsgassenbildung auf Autobahnen, unzulässige und leichtsinnige Benutzung des Pannenstreifens (=Rettungsstreifens) durch Nicht- berechtigte, unzureichendes Räumen von Strassenkreuzungen ("ich komme ja leicht noch über die für MICH grüne Ampel"), - Zuparken von Hydranten, Rettungswegen und Anleitermöglichkeiten ("ich bleibe ja nur 10 Minuten weg"); dadurch bleiben andere "hald" 10 Minuten länger in der brennenden Wohnung bei mehreren 100°C) - Nichtbeachtung von Weisungen und Absperrungen (bussgeldpflichtig!) - Versperren oder Blockieren von Notausgangen (Kaufhäuser, U-Bahnen, usw.) - ...
Manchem wird sein Fehlverhalten erst bewusst, wenn z.B. der Notarzt mit Sondersignal im Rückspiegel auftaucht und über Lautprecher z.B. durchgeben muss: "QX C-4434 sofort wegfahren! QX C-4434 sofort wegfahren!" Wenn man dann die Zufahrt durch eigenes Verschulden blockiert und nicht mehr - oder nicht mehr rechtzeitig - freigemacht werden kann, dann kann es manchmal sogar schon zu spät sein. In Notfall entscheiden bekanntlich manchmal sogar SEKUNDEN über Leben oder Tod, über Gesundheit oder lebenslange Behinderung oder über Hab und Gut. Die Schadensersatzfordrungen der Angehörigen kommen dann auch mit Sicher- heit auf den Verursacher zurück. Teuere Gutachter, Gerichtsverfahren, und sein schlechtes Gewissen bis ans Lebensende! ...
Das die Einstzfahrt mit Sondersignal - sprich Blaulicht UND Martinshorn - während der ganzen Anfahrt (wenn von der StVO abgewichen wird) zwingend erforderlich ist, um Versicherungsschutz zu geniesen, stört niemanden. Was stört ist der Lärm, und der gewaltig. Das "Beamen" zum Einsatzort ist - unseres Wissens nach - bisher noch nicht erfunden. Solange der Fahrer während der Anfahrt zur Einsatzstelle allein für Fahrzeug und komplette Mannschaft verantwortlich ist (und dafür auch mit seinem Privatvermögen und seiner Freiheit haftet) wird jeder normaldenkende Feuerwehrdienstleistende, wenn es um Menschenrettung oder bedeutende Sachwerte geht, auch von den Sonder- signalen (=Blaulicht UND Martinshorn) Gebrauch machen (muessen?).
In diesem Sinne: Sie müssen die Feuerwehreinsatzkräfte oder anderen Rettungskräfte ja nicht mögen, doch erschweren Sie uns nicht unnötigerweise auch noch zusätzlich die Arbeit. Mit abfälligen Bemerkungen und Äusserungen haben wir gelernt zu leben; für berechtigte Kritik sind wir immer offen. Das Rettungskräfte auch nur Menschen sind - und alle Menschen gelegentlich Fehler machen - sollte eigentlich klar sein. "Aber im Einsatz darf man sich keine Fehler erlauben..." Wir kennen das Lied!
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